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Brustkrebsvortrag

Brustkrebs-Vortragsabend im Hotel Kronenhof in Schaffhausen

 

(29.10.2019) Der traditionelle Vortragsabend zum Thema «Brustkrebs», der seit vielen Jahren von der Krebsliga Schaffhausen (KLSH) gemeinsam mit den Spitälern Schaffhausen organisiert wird, war wieder sehr gut besucht. Gleich drei Vorstandsmitglieder der KLSH haben ein Referat gehalten:

Frau Dr. med. Katrin Breitling (leitende Ärztin der Frauenklinik, Spitäler Schaffhausen) erläuterte eindrücklich, warum Sport treiben ein wichtiges Element in der Prävention von Brustkrebs ist und motivierte das zahlreich erschienene Publikum, sich regelmässig zu bewegen, den Körper aktiv zu halten und so den Stoffwechsel anzuregen. Erwachsenen wird mindestens 2 ½ Stunden Bewegung oder Sport pro Woche mit mittlerer Intensität oder 1 ¼ Stunden mit hoher Intensität empfohlen. Mittlere Intensität bedeutet, dass man leicht ausser Atem kommt, z. B. beim Velofahren oder bei der Gartenarbeit. Hohe Intensität meint, dass man ins Schwitzen kommt und die Atmung beschleunigt wird, z. B. beim Joggen oder Fitnesstraining. Am besten ist, man verteilt die sportlichen Aktivitäten über verschiedene Wochentage. Frau Dr. Breitling schilderte persönlich, wie schwierig es manchmal ist im Berufsleben eingespannt, auch noch Sport zu treiben. Aber sie meinte, dass ihr ihre Fitness-App beim Motivieren helfe. Sie empfiehlt jeder Frau (und jedem Mann) zu überlegen, wie man/frau sich motiviert, sich «noch» mehr zu bewegen.

Im zweiten Vortrag erklärte Herr Dr. med. Giannicola D’Addario (Leitender Arzt Onkologie Spitäler Schaffhausen), dass die Medizin mittlerweile fünf verschiedene Burstkrebsarten unterscheidet. Je nachdem, welche Art der Erkrankung vorliegt, wird der Krebs verschieden behandelt. Operation, Chemotherapie und Bestrahlung sind die drei wichtigsten Pfeiler der modernen Krebsbehandlung. Daneben gibt es weitere Therapiemöglichkeiten, die bei bestimmten Arten von Krebs zum Einsatz kommen: Antihormonelle Therapien und Immuntherapien. Das Wachstum gewisser Krebsarten hängt vom Stoffwechsel der Geschlechtshormone ab. Unterdrückt man mit Medikamenten die Wirkung dieser Hormone, hemmt dies das Wachstum der Krebszellen. Bei einer Immuntherapie erhält die Patientin Medikamente, die das Abwehrsystem des Körpers so anregen, dass es gezielt gegen Krebszellen vorgehen kann.

Zum Abschluss erläuterte Frau PD Dr. med. Natalie Büel-Drabe (Psychoonkologische Psychotherapeutin (SGPO), Praxis für Psychoonkologie, am Spital Schaffhausen) die Auswirkung der Diagnose auch auf die Angehörigen. Welche Rolle spielt der Lebenspartner? Wie sehr wird er selbst belastet durch die lebensbedrohende Diagnose seiner Partnerin? Eindrücklich zeigen Studien die positiven Wechselwirkungen von guten Beziehungen auch in solchen Krisensituationen. Eine spezielle Herausforderung bleibt die Kommunikation mit den Kindern von Betroffenen. Frau Dr. Büel-Drabe betonte, wie wichtig es ist, die Kinder zu informieren, sie einzubinden und ihnen so die Möglichkeit zu geben, sich auf ihre Art mit den Sorgen, Ängsten und Fragen auseinanderzusetzen.